Psychiatrie nach Ermordung der Großmutter
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.03.2020 16:03
Das Landgericht Aachen hat am Donnerstag die Entscheidung zur Ermordung einer 76-Jährigen in Kall-Sötenich verkündet. Ihr 28-jähriger Enkel wird in einer forensischen Psychiatrie untergebracht. Die Tat im Oktober 2019 hatte in Kall für Entsetzen gesorgt.

Mit zahlreichen Hammerschlägen gegen den Kopf hatte der 28-Jährige seine Großmutter umgebracht. Sein Motiv war laut Gericht Verfolgungswahn: der 28-Jährige fühlte sich von seiner Großmutter bedroht und hatte befürchtet, dass sie ihn vergiften oder ihm Glas ins Essen mischen wollte. Ursache für diese Wahnvorstellungen war nach Überzeugung der Kammer eine psychische Erkrankung des Mannes, der auch immer wieder Drogen konsumiert hatte. Die Richter gingen deshalb von seiner Schuldunfähigkeit aus. Weil sie ihn weiterhin für gefährlich halten, haben sie die Einweisung in eine Forensik beschlossen.