Ministerin Neubaur lobt Eifeler Unternehmen

NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur hat am Mittwoch eine Tour durch die Nordeifel gemacht. Ihr ging es dabei vor allem darum, wie sich kleine und mittelständische Unternehmen mit der Energiewende auseinandersetzen.

© Daniel Dähling

Bevor sich die Ministerin das Wasserkraftwerk in Heimbach und ein Elektroschiff der Rurseeschifffahrt angeschaut hat, war sie unter anderem bei der Firma Schoeller in Hellenthal. Das Werk will bis 2035 komplett klimaneutral werden und auch selbst grünen Wasserstoff herstellen. Die Wirtschaftsministerin hat auch die Gemünder Brauerei besucht. Hier standen vor allem der Wiederaufbau nach der Flut im Fokus sowie lange Genehmigungsverfahren.

Schoeller-Werk investiert kräftig in den Standort Hellenthal

Das Schoeller-Werk in Hellenthal will einen dreistelligen Millionenbetrag in den Standort Hellenthal investieren. Das hat der Geschäftsführer am Rand des Besuchs der Ministerin mitgeteilt. Ein Teil des Geldes soll in die Klimaneutralität des Unternehmens fließen. Deshalb sei eine Kooperation mit dem Windpark Schleiden-Schöneseiffen geplant, so Geschäftsführer Frank Poschen. Denn Werk und Windpark seien bereits beide mit dem Umspannwerk in Hellenthal verbunden. Das Schoeller-Werk will künftig einen Großteil seiner Energie vom Windpark Schleiden-Schöneseiffen beziehen.

Für Frank Poschen geht es bei der großen anstehenden Investition in den Standort aber nicht nur um den Klimaschutz, sagte er im Radio Euskirchen Gespräch.

Es geht in letzter Konsequenz auch immer darum, wettbewerbsfähig zu bleiben. Da müssen wir auch sicherstellen, dass wir auch die Zukunft gestalten können. Wir wollen auch Perspektive bieten für die Region.

Schoeller wurde vor fast 200 Jahren gegründet. Mit 800 Beschäftigten ist das Unternehmen der größte Arbeitgeber im Schleidener Tal.

Den GLS Windpark Schleiden selbst gibt es seit über 20 Jahren. Die Stadt möchte hier noch zwei weitere Windräder bauen lassen. Der Windpark produziert deutlich mehr Energie als Schleiden selbst benötigt. Anwohner konnten Gesellschafter des Windparks werden und profitieren finanziell von den Anlagen.

NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur auf ihrer Info-Tour am Schoeller-Werk in Hellenthal.© Manuel Schmidt
NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur auf ihrer Info-Tour am Schoeller-Werk in Hellenthal.
© Manuel Schmidt

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