Kreishaushalt für 2026 eingebracht

Die finanziellen Spielräume im Kreis Euskirchen werden immer kleiner. Das hat Landrat Markus Ramers jetzt bei der Einbringung des Kreishaushalts für dieses Jahr deutlich gemacht. 

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Die Kassen bei Städten und Gemeinden im Kreis Euskirchen sind so gut wie leer. Das hat Landrat Markus Ramers jetzt bei der Einbringung des Kreishaushalts 2026 deutlich gemacht. Ramers kritisierte unter anderem, dass Bund und Land immer mehr Aufgaben an die Kommunen weitergeben – ohne sie dauerhaft zu finanzieren. Das sei auch kein kurzfristiges Problem. Bundesweit verzeichneten die Kommunen bereits Rekorddefizite. Besonders stark steigen laut Ramers die Sozialausgaben. Dazu kommt die Landschaftsumlage. Mehr als 60 Prozent der Kreisumlage sind dadurch bereits gebunden. Für Städte und Gemeinden bleibt damit deutlich weniger Spielraum für Investitionen, etwa in Schulen, Straßen oder den Nahverkehr. Sorgen bereitet dem Landrat auch der Rettungsdienst. Wenn Einsätze vor Ort künftig nicht mehr verlässlich refinanziert würden, könne das langfristig Folgen haben.

Der Haushaltsentwurf für 2026 umfasst rund 550 Millionen Euro. Der Kreistag will den Haushalt Mitte April verabschieden.


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