Keine weiteren Ermittlungen zur Flut im Ahrtal

Ein bitteres Urteil hat die Staatsanwaltschaft Koblenz am Donnerstag (18.4.) gefällt: Der Katastrophenschutz im Kreis Ahrweiler war unzureichend. Im Führungssystem gab es einige Mängel. Die Ermittlungen zur Flutkatastrophe mit den weit über einhundert Toten im Ahrtal hat die Staatsanwaltschaft aber eingestellt.

© Martin Borré

Es sei nicht nachweisbar, dass ein besserer Katastrophenschutz auch wirklich mehr Menschenleben gerettet hätte, sagen die Ermittler. Und damit lasse sich dem damaligen Landrat des Kreises Ahrweiler kein strafbares Handeln nachweisen.

Auch bei uns im Kreis Euskirchen hat die Flutkatastrophe einigen Menschen damals das Leben gekostet. Und auch hier ist die Staatsanwaltschaft noch mit damaligen Entscheidungen der Behörden beschäftigt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bonn sagte auf Radio Euskirchen-Nachfrage, dass nach wie vor ein Anfangsverdacht geprüft wird. Konkret schauen sich die Ermittler an, wer damals bezüglich der Steinbachtalsperre wen informiert hat. Hier geht es um die Frage, ob es irgendwo Versäumnisse gegeben hat, die strafrechtlich relevant sind. Das ist sehr umfangreich, weil sehr viele Kommunen im damaligen Flutgebiet betroffen waren. Ein Sprecher sagte Radio Euskirchen auf Nachfrage aber auch, dass bisher nicht ermittelt wird und auch niemand als Beschuldigter gilt.

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