Entschädigung für Mann nach mehreren Vorfällen

Ein Mann ist in den vergangenen Jahren mehrmals in Mechernich und Euskirchen auffällig geworden. In eine psychiatrische Klinik muss der Mann deswegen aber nicht.

Das Bonner Landgericht hat diese Entscheidung getroffen. Der Mann bekommt sogar eine Entschädigung. Das hat uns ein Gerichtssprecher bestätigt. Das Gericht habe nicht ausschließen können, dass der Mann zum Tatzeitpunkt schuldunfähig gewesen sei. Es reiche aber nicht aus, ihn in einer Psychiatrie unterzubringen.

Das Gericht geht aktuell nicht davon aus, dass es eine neue Anklage geben wird. Bei den Vorfällen soll der Mann in Mechernich und Euskirchen mehrere Menschen bedroht oder belästigt haben.

Das hat die Staatsanwaltschaft dem Mann vorgeworfen

Die Staatsanwaltschaft hatte gesagt, der Mann sei wegen einer krankhaften seelischen Störung nicht in der Lage, sein Fehl-Verhalten einzusehen. Konkret soll der Mann Polizisten in Mechernich mit einem angespitzten Besenstiel bedroht haben, um seine Festnahme zu verhindern. Ein andermal habe er einen Imbiss-Mitarbeiter in Mechernich mit einem Messer bedroht, am Euskirchener Bahnhof zwei Jugendliche sexistisch beleidigt und ihnen seinen Penis gezeigt haben. Außerdem soll er die Mädchen mit einer zerbrochenen Glasflasche bedroht haben. In einem weiteren Fall sei randalierend in der Euskirchener Innenstadt aufgefallen.

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