Wieder gefälschte Impfausweise aufgefallen

Im Kreis Euskirchen versuchen immer wieder Betrüger mit gefälschten Impfausweisen in Apotheken zu Impfzertifikaten zu kommen. Wie die Euskirchener Polizei mitteilt, sind vergangenen Freitag wieder gefälschte Impfpässe aufgeflogen. Ein Mann aus Erftstadt und eine Frau aus Rheinbach hätten sie vorgezeigt.

Bereits vergangene Woche hatte die Polizei über mehrere Fälle berichtet, in denen Kunden in Apotheken versucht haben, sich mit gefälschten Impfpässen ein Zertifikat zu ergaunern. Stand Montag sind bei der Polizei inzwischen 17 Strafanzeigen wegen gefälschter Impfpässe eingegangen. Strafrechtlich gelte dies als Urkundenfälschung, sagt die Polizei. Seit vergangene Woche die 3G-Regel am Arbeitsplatz eingeführt wurde, müssen Menschen, die weder geimpft noch genesen sind, täglich einen Test nachweisen. Auch für die Fahrt mit Bus und Bahn ist ein solcher Nachweis Pflicht.

Apotheken im Kreis Euskirchen geschult

Der Apotheken-Sprecher im Kreis Euskirchen bestätigte auf Radio Euskirchen Nachfrage, dass die Apotheken hier derzeit besonders sensibilisiert sind. Die Bundes-Apothekerkammer und das Robert-Koch-Institut schulen die Apotheker darauf, wie gefälschte Impfpässe zu erkennen seien. Dabei gehe es unter anderem um die Schlüssigkeit der Daten, Orte der Impfungen, Stempel und Unterschriften der Impfstellen. Es habe auch Fälle gegeben, wo die Namen auf dem Impfausweis nicht mit dem Personalausweis übereingestimmt hätten, sagt der Apotheken-Sprecher aus Mechernich.

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