Weltblutspendetag: DRK sieht Engpass

Die Blutkonserven werden knapp – darauf weist das Rote Kreuz zum heutigen (14.06.) Weltblutspendetag hin. Normalerweise sei die Versorgungslage erst in den Sommerferien kritisch. In diesem Jahr seien sehr früh zu wenige Blutpräparate im Vorrat, heißt es vom DRK-Blutspendedienst West.

© S. Edl

«Die Lage ist wirklich dramatisch», sagte der Sprecher des DRK-Blutspendediensts West, Stephan David Küpper. «Unsere Bestände liegen nur noch knapp über dem, was wir pro Tag eigentlich brauchen.» Kritisch sei es vor allem bei den Blutgruppen «0 negativ» und «A positiv». Hier habe das DRK die Versorgung der Kliniken um die Hälfte kürzen müssen. Doch auch bei den anderen Blutgruppen sei die rote Linie nahezu überschritten. Das DRK deckt nach eigenen Angaben 75 Prozent des Blutbedarfs der Krankenhäuser in NRW. Es sei ungewöhnlich, dass ein solcher Engpass bereits vor den Sommerferien eintrete, in denen die Blutspendebereitschaft traditionell niedrig sei. Einen Grund sieht Küpper in der Lockerung der Corona-Maßnahmen: «Die Menschen sind im Moment sehr mobil und haben etwas anderes im Kopf als Blut zu spenden.» Außerdem seien viele der regelmäßigen Spendetermine in Firmen, die wegen der Pandemie ausgefallen seien, noch nicht wieder in gewohnter Form angelaufen.

Blutspenden können gesunde Menschen ab 18. Im Kreis Euskirchen gibt es in dieser Woche Blutspende-Termine: Heute im Forum in Zülpich und am Freitag in der Mimi-Reno-Halle in Bad Münstereifel. Die genauen Termine und alle Infos zum Blutspenden gibt es beim DRK Euskirchen und auch auf der Internetseite drk-blutspende.de

Weitere Meldungen