Verregneter aber wohl ruhiger Weiberfastnachtstag im Kreis

Es war ein nasser Weiberfastnachtstag, glücklich war, wer ein Regencape dabei hatte. Entsprechend ruhig fiel auch die bisherige Bilanz der Einsatzkräfte aus. Schon am Donnerstagnachmittag hieß es von der Polizeileitstelle im Kreis Euskirchen, dass der Weiberfastnachtstag total ruhig verlaufen ist.

© Henri Grüger/pp/Agentur ProfiPress

Und daran hat sich laut der Leitstelle auch am Abend und in der Nacht nicht mehr viel geändert, wobei eine ausführliche Bilanz noch aussteht.

Aber auch in der Karnevalshochburg schlechthin in Köln lief der Start in den Straßenkarneval gestern recht entspannt ab. In der Stadt selber war deutlich weniger los als sonst. Der Regen hat wohl auch hier vor allem Menschen von außerhalb abgehalten. Das heißt aber nicht, dass es zum Beispiel für die Kölner Polizei keine Arbeit gab, sagte uns Wolfgang Baldes von der Kölner Polizei.

 

"Für die Polizei war Weiberfastnacht tagsüber recht entspannt. Das hat sich aber im Laufe des Abends geändert. Man hat gemerkt, dass einige Menschen teilweise sehr stark alkoholisiert waren und uns dann auch gefordert haben."

Unter anderem musste eine Person schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden, weil mehrere Personen der am Boden liegenden Person auf dem Hohenstaufenring gegen den Kopf getreten hatten.

Am Breslauer Platz hatte es nachmittags einen Verkehrsunfall mit einem Karnevalswagen gegeben. Ein Auto soll unvermittelt zwischen zwei Karnevalswagen gefahren sein, sodass der hintere Karnevalswagen eine Vollbremsung hinlegen musste. Dabei stürzten vier der 20 Karnevalisten auf dem Wagen und verletzten sich. Drei von ihnen mussten sogar ins Krankenhaus. Der Autofahrer war einfach weitergefahren.

Auf der Zülpicher Straße hatte die Polizei außerdem einen 16-Jährigen mit einem Taser erwischt. Der befand sich in einer Taschenlampe. Die Polizei schrieb eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und erteilte dem Jugendlichen einen Platzverweis.

Bis zum Abend wurden in Köln 10 Personen in Gewahrsam genommen und 21 Strafanzeigen wegen Körperverletzungsdelikten geschrieben. Außerdem wurde die Polizei zu vier Sexualdelikten gerufen, bei denen Frauen begrapscht, eine Anzeige gab es wegen exhibitionistischer Handlungen.

Auch die Bonner Polizei berichtet von einem recht ruhigen Karnevalsauftakt. Bis zum frühen Abend seien nur vier Platzverweise ausgesprochen worden. Einer davon galt einem Jugendlichen bei einem Zug in Bornheim. Er hatte Pfefferspray dabei. Zuvor habe er einen Gegenstand in die Menschenmenge geworfen.

Mehr Arbeit für die Dürener Kreispolizei

Entgegen des Trends aus den Karnevalshochburgen hatte die Kreispolizei in Düren deutlich mehr zu tun. Insgesamt wurden in diesem Jahr 22 Körperverletzungsdelikte angezeigt. In 2023 waren es noch 6, heißt es von der Dürener Polizei. Besonders auffällig waren nach Polizeiangaben die Veranstaltungen in der Arena Kreis Düren mit 5 Strafanzeigen wegen Körperverletzung und eine wegen Sachbeschädigung mit anschließender Ingewahrsamnahme, sowie in Jülich die Veranstaltung auf dem Matthiasplatz. Hier habe die Polizei wegen 8 Körperverletzungsdelikten ausrücken und Anzeigen aufnehmen müssen.

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