U-Ausschuss Hochwasserkatastrophe vor Ort in Bad Münstereifel

Der Untersuchungsausschuss Hochwasserkatastrophe hat sich am Freitag in Bad Münstereifel vor Ort ein Bild der immer noch sichtbaren Zerstörung gemacht. Solche Vorort-Termine seien äußerst wichtig, sagte der Euskirchener CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Voussem, der Mitglied des Untersuchungsausschusses ist.

Auch wenn hier in Bad Münstereifel schon sehr viel wiederaufgebaut worden ist, ist der persönliche Eindruck, den man hier gewinnt, ganz entscheidend, um nachher im Ausschuss entscheiden zu können.

Und das umso mehr, als dass viele U-Ausschuss-Mitglieder nicht aus der Region kommen, ergänzt Ralf Nolten, ebenfalls CDU-Landtagsabgeordneter für den Kreis Euskirchen und Ausschuss-Mitglied.

Dann wird einem klar, was hier wirklich alles zerstört worden ist. Wenn man in die Läden schaut und sieht, dass alles entkernt ist, dann weiß man, das geht nicht so schnell.

Der Untersuchungsausschuss versucht, Versäumnisse und Schwachstellen im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe Mitte Juli aufzudecken. Dazu werden Zeugen befragt und Akten gesichtet. Im Frühjahr soll ein Abschlussbericht fertig sein.

Schon jetzt sei aber klar, dass der Kreis Euskirchen für eine Katastrophe solchen Ausmaßes nicht ausgestattet ist, sagte Voussem im Radio Euskirchen Gespräch weiter. Das Hochwasser habe den Kreis Euskirchen und die Kommunen überfordert. Daher brauche es eine andere, übergreifende Struktur, die im Falle des Falles direkt vor Ort sein könnte. 

© Radio Euskirchen

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