Stadt Zülpich prüft Bettensteuer

Die Kassen in den Rathäusern im Kreis Euskirchen sind klamm. Deshalb suchen Politiker und Verwaltung nach neuen Einnahmequellen. In Zülpich könnte es bald eine Bettensteuer geben.

© Daniel Dähling

Die FDP in Zülpich möchte in der Stadt eine Bettensteuer einführen. Über einen entsprechenden Antrag hat der Stadtrat beraten. Zwei Euro pro Person und Nacht fordert die FDP und zwar sowohl bei Hotels und Pensionen als auch in Ferienwohnungen und bei Airbnb-Angeboten.

Mit dem Geld könnte Zülpich die touristische Infrastruktur, das Stadtmarketing oder öffentliche Einrichtungen finanzieren. Der Stadtrat war nicht abgeneigt über den Antrag. Er hat entschieden, dass die Stadtverwaltung eine Bettensteuer in Zülpich prüfen und weitere Fragen dazu beantworten soll. Beschlossene Sache ist die Abgabe also noch nicht.

Wo es die Bettensteuer schon gibt

So eine Bettensteuer hat dieses Jahr die Gemeinde Kall eingeführt. Vor ein paar Jahren auch die Gemeinde Hellenthal. In Dahlem gibt es sie schon seit zehn Jahren. Die Abgaben liegen meist zwischen ein und zwei Euro pro Nacht und Gast.

Bad Münstereifel und Schleiden fordern Kurabgaben von ihren Gästen.

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