Sozialpädagogin: Kein Anzeichen für Gefahr für Block-Kinder

Fortsetzung Prozess wegen mutmaßlicher Kindesentführung
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37. Verhandlungstag

Hamburg (dpa) - Kurz nach der Entführung der Block-Kinder vom Wohnort ihres Vaters in Dänemark konnte eine Mitarbeiterin des Hamburger Jugendamts keine Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung bei dem Jungen und dem Mädchen feststellen. Die 47-Jährige sagte über ihren Besuch am 4. Januar 2024 im Haus der Mutter Christina Block, sie habe den damals zehnjährigen Jungen und dessen 13 Jahre alte Schwester beim Spielen angetroffen. Sie selbst habe sich dazugesellt. «Es war ein nettes Beisammensein», berichtete die Sozialpädagogin als Zeugin vor der Strafkammer am Landgericht Hamburg. Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung habe sie nicht wahrgenommen.

Der Prozess gegen Christina Block und sechs weitere Angeklagte wurde nach vierwöchiger Pause fortgesetzt. Die angeklagte Unternehmerin streitet seit Jahren mit ihrem Ex-Mann Stephan Hensel um das Sorgerecht für die beiden jüngsten der vier gemeinsamen Kinder. Die Kinder waren im Sommer 2021 nicht wie vereinbart nach einem Wochenendbesuch bei ihrem Vater in Dänemark nach Hamburg zurückgekehrt.

In der Silvesternacht 2023/24 waren sie von mehreren Männern gewaltsam nach Süddeutschland gebracht worden. Von dort hatte Christina Block sie nach Hamburg geholt. Der 52-Jährigen wird vorgeworfen, einer israelischen Sicherheitsfirma den Auftrag zur Entführung ihrer beiden Kinder gegeben zu haben. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, bestreitet das.

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