Politik reagiert auf Pflege-Aus der Diakonie in Euskirchen
Veröffentlicht: Dienstag, 27.01.2026 14:58
Nach der Einstellung der ambulanten Pflegeleistungen durch die Diakonie in Euskirchen nimmt sich die Politik des Themas an. Im Fokus stehen die Auswirkungen auf die Versorgung und mögliche Lösungen.

Nach der Entscheidung der Diakonie, ihre ambulanten Pflegeleistungen im Kreis Euskirchen einzustellen, beschäftigt sich nun auch die Politik mit den Folgen. Die Kreistagsfraktionen von CDU und SPD haben angekündigt, das Thema gemeinsam im Ausschuss für Bildung und Soziales zu beraten. Ziel ist es, die Auswirkungen auf Pflegebedürftige und deren Angehörige genau zu prüfen und die Stabilität der ambulanten Versorgung im Kreis transparent darzustellen.
Der SPD-Ausschussvorsitzende Leyendecker bezeichnete das Aus der Diakonie als große Belastung für die Betroffenen. Besonders für Menschen, die auf ambulante Pflege angewiesen sind, sei Verlässlichkeit entscheidend. Auch der CDU-Fraktionsvize Stickeler warnte vor den möglichen Folgen für das gesamte Versorgungssystem, wenn ein Anbieter wegfällt.
Es gibt jedoch auch Hoffnung: Die Stiftung des Marien-Hospitals in Euskirchen plant, einen eigenen ambulanten Pflegedienst aufzubauen. Laut eigenen Angaben wird derzeit geprüft, ob der Start – abhängig von Genehmigungen, Organisation und Personal – früher erfolgen kann als ursprünglich geplant. Ein konkreter Termin für den Beginn steht allerdings noch nicht fest.


