Inobhutnahmen im Kreis Euskirchen rückläufig

Jedes Jahr nehmen sich die Mitarbeiter des Jugendamtes im Kreis Euskirchen Kinder und Jugendlicher an, denen zuhause möglicherweise eine Gefährdung droht. Doch die sogenannten Inobhutnahmen haben in den vergangenen zwei Jahren stark nachgelassen.

© Pixabay (Symbolbild)

Der Kreis Euskirchen führt das unter anderem auf die Folgen der Corona-Pandemie zurück. Weil Schulen und Kitas zeitweise zu waren, konnten Erzieher und Lehrer in der Zeit dem Jugendamt auch keine Gefährdungsmeldungen weitergeben. Es sei durchaus zu befürchten, dass während der Lockdowns verschiedene Kindeswohl-Gefährdungen nicht bekannt geworden sind, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung. Konkret hat das Kreis-Jugendamt im vergangenen Jahr 77 Kinder in Obhut genommen. Im Jahr 2019 vor der Corona-Pandemie waren es noch 134. Der Kreis-Sprecher verwies aber daraus, dass die für Jugend und Familie zuständigen Mitarbeiter jederzeit erreichbar seien. Das sei auch in der Hochphase der Pandemie so gewesen.

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