Initiative Silent Rider sieht noch viel Arbeit vor sich
Veröffentlicht: Montag, 04.04.2022 09:36
Auch drei Jahre nach ihrer Gründung sieht die Initiative gegen Motorrad-Lärm "Silent Rider" noch viel Arbeit vor sich. Mehrere Bürgermeister aus der Nordeifel hatten sich zusammengeschlossen.

Viele Kommunen und Kreise hätten sich seit damals der Initiative angeschlossen, aber in der Bundespolitik habe dies noch nicht zu neuen Gesetzen geführt. Der Vorsitzende, Marco Schmunkamp - selbst Bürgermeister aus Nideggen - sagt, Silent Rider sei deshalb noch nicht zufrieden mit seiner Arbeit.
"Wir können noch nicht ganz zufrieden. Denn das Ziel, das wir uns ganz zu Beginn gesteckt hatten, wo wir nach zwei bis drei Jahren sein wollen, haben wir noch nicht erreicht. Wir müssen die Politik noch überzeugen, dass wir Gesetzesänderungen brauchen."
Durch den Regierungswechsel in Berlin im Herbst, sieht Schmunkamp aber neue Möglichkeiten, beim Verkehrsminister Gehör zu finden.
Ein großer Erfolg sei, dass sich Silent Rider mit anderen Initiativen aus Deutschland in einem Bundesverband gegen unnötigen Lärm zusammengeschlossen hat. Hier seien in diesem Frühjahr bundesweit verschiedene Aktionen geplant. Wie etwa eine Kundgebung zum Tag des Lärms Ende April (27.4.).
ADAC: Jeder zehnte Biker ist zu laut
Etwa jeder zehnte Motorradfahrer hat verbotene technische Änderungen an seiner Maschine vorgenommen und ist dadurch lauter als erlaubt. Zu der Einschätzung kommt der ADAC Nordrhein.
ADAC Nordrhein-Sprecher Thomas Müther fordert von den Bikern Rücksicht:
"Denn anhaltender Lärm durch Motorräder, der kann für Anwohnerinnen und Anwohner zur Belastung werden. Deshalb fordern wir alle Motorradfahrerinnen und -fahrer auf, gerade in Ortschaften, Dörfern und lärmsensiblen Streckenabschnitten verantwortungsbewusst zu fahren."
Streckensperrungen für Biker können keine Lösung sein, sagt Müther weiter. Auch die Initiative Silent Rider sieht darin nur das allerletzte Mittel. Motorradfahrer sollen nicht per se vermittelt bekommen, in der Nordeifel unerwünscht zu sein.


