Genau vor 75 Jahren: Das "Euskirchener Erdbeben"

Am 14.März 1951 hat der Kreis Euskirchen ungewollt für Schlagzeilen gesorgt. Der Grund: Ein Erdbeben. Das Epizentrum lag zwischen Euskirchen, Bad Münstereifel und Mechernich.

Wir haben noch einmal mit Martin Zeckra über dieses Erdbeben gesprochen. Er arbeitet für die Erdbebenstation in Bensberg, die es nur wegen dieses Erdbebens gibt. Mit einer Magnitude von 5 war das damals nämlich nicht ohne.  

Das Beben hat auch hier in der Region für erhebliche Schäden gesorgt. Es gibt noch Fotos, die zeigen, wie auch die Kirche in Mechernich beschädigt wurde. Stellenweise sind Schornsteine von den Dächern gefallen. Das Beben war noch mehrere hundert Kilometer entfernt zu spüren: In ganz Belgien und sogar aus Straßburg gab es Meldungen. 

Laut Martin Zeckra befinden wir uns bis heute in einer der aktivsten Erdbebenregionen Deutschlands.

Im Grunde zeichnen wir ein Erdbeben pro Tag auf. Statistisch gesehen müssen wir in unserer Region ungefähr alle zehn Jahre mit einem Schadensbeben rechnen. Das heißt: Ein Beben bei dem Gebäude beschädigt werden und Dinge von oben herunterfallen können.

Aus diesem Grund hat er mit seinem Team sogar Sensoren im Kölner Dom installiert, um die Schwingungen des Wahrzeichens beobachten zu können. 

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