Erste Ergebnisse der Kreis-Flutstudie
Veröffentlicht: Dienstag, 21.03.2023 06:06
Einsatzkräfte, Anwohner, aber auch Menschen, die die Flutkatastrophe nur durch Fotos und Videos mitbekommen haben - sie alle können dadurch psychisch belastet sein. Das ist als erstes Zwischenfazit der Online-Studie zur psychischen Belastung nach der Flut herausgekommen.

Die Studie ist ein Projekt der Uni Wuppertal zusammen mit dem Kreis Euskirchen und noch bis Ende März kann daran noch teilgenommen werden. Es sollen nämlich mindestens 1.000 vollständige Fragebögen ausgewertet werden. Bisher sind es schon knapp 900. Nach der Auswertung soll die Studie Empfehlungen dafür geben, wie mit zukünftigen Katastrophen besser umgegangen werden kann.
Es hat sich gezeigt, dass mehr Menschen durch die Flut belastet sind, als direkt betroffen waren. Also auch Menschen, die die Flut nicht selbst miterlebt haben, berichten von psychischen Auswirkungen.
Die Teilnehmer haben auch ihre größten Belastungsfaktoren angegeben und das war eindeutig die zusammengebrochene Kommunikation. Dadurch fehlten vielen Menschen wichtige Informationen. In der Studie geht es deshalb auch um die Bedeutung von sozialen Medien, auf die dann viele ausgewichen sind. Also den Zwiespalt zwischen der Gefahr von Fakenews und dem Vorteil der Hilfsvermittlung über soziale Netzwerke.
Auch bundesweit sollen die Ergebnisse der Studie aus dem Kreis Euskirchen genutzt werden. Deshalb ist es so wichtig, dass möglichst viele Menschen mitmachen. Und auch unterschiedliche Sichtweisen, zum Beispiel von Betroffenen, Helfern, aber auch Unbeteiligten geschildert werden.
Teilnehmen könnt Ihr hier.