Ermittlungen wegen Kindesmisshandlung in Zülpich eingeleitet
Veröffentlicht: Dienstag, 29.04.2025 12:54
In Zülpich sind zwei Kleinkinder in einem schlechten Zustand aufgefunden worden. Die Polizei ermittelt jetzt gegen die Mutter und ihren Lebensgefährten wegen des Verdachts der Kindesmisshandlung. Auch das Kreisjugendamt ist betroffen.

In Zülpich hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren gegen eine Mutter und ihren Lebensgefährten wegen des Verdachts der Kindesmisshandlung eingeleitet. Am Mittwoch (23.04.) wurden zwei Kleinkinder in einem Wohngebiet ohne Aufsicht angetroffen. Die Kinder befanden sich nach Einschätzung der Beamten in einem schlechten körperlichen Zustand und wurden umgehend ins Krankenhaus gebracht. Das Kreisjugendamt hat daraufhin die beiden Kinder sowie ein weiteres Geschwisterkind in Obhut genommen. Die Staatsanwaltschaft Bonn hat aufgrund der ärztlichen Befunde und weiterer Ermittlungsergebnisse Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnung der Mutter und ihres Lebensgefährten erwirkt. Diese wurden am Montag (28.04.) von der Kriminalpolizei Euskirchen vollstreckt. Dabei wurden digitale Spurenträger und weitere mögliche Beweismittel sichergestellt, die nun einer umfangreichen Auswertung unterzogen werden.
Familie wurde zuvor durch das Kreisjugendamt betreut
Da die Familie bereits zuvor durch das Kreisjugendamt betreut wurde, hat der Vorfall auch dort Konsequenzen. Gegen eine Mitarbeiterin des Jugendamts wurde ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Dienstpflichtverletzung eingeleitet. Auch der Kreis Euskirchen hat sich in der Sache jetzt geäußert. Nach Angaben eines Sprechers nehme man die Vorwürfe gegen das Jugendamt sehr ernst. Außerdem sei festzuhalten, dass es offensichtlich zu Fehleinschätzungen gekommen ist, die jetzt aufgearbeitet werden müssen. Wichtig sei jetzt, dass die Kinder gut versorgt sind und dass das Jugendamt eine gute Betreuung in Pflegefamilien organisieren konnte.


