Erklärung zur Wasseraufbereitung am Bleiberg unterzeichnet

Eine Wasseraufbereitung soll Schwermetalle aus dem Mechernicher Bleiberg entfernen. Seit Freitag steht fest: Der Erftverband soll die Anlage planen, bauen und betreiben. Das Land sichert die Finanzierung. 




© Kreis Euskirchen

Der Erftverband sowie die NRW-Ministerien für Umwelt und Wirtschaft haben dazu am Freitag eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Es geht um das Wasser, das aus dem rund sieben Kilometer langen Entwässerungsstollen vom Bleiberg in den Veybach fließt. Das Stollenwasser ist giftig, es ist stark mit Schwermetallen belastet. Mit der Aufbereitungsanlage sollen die Schwermetalle aus dem Stollen zurückgehalten werden. NRW-Umweltminister Krischer sprach von der größten ihm bekannten Maßnahme dieser Art. Davon würden ausgehend vom Stollen in Mechernich auch die Erft und der Rhein in ihrem Verlauf bis zur Nordsee profitieren. „Damit drehen wir einer historischen Umweltsünde den Hahn ab“, sagte Krischer. Der Bergbau bei Mechernich reicht von der Römerzeit bis in die 1950er-Jahre. Um das Erz aus größeren Tiefen zu fördern, wurde Anfang des 19. Jahrhunderts der „Burgfeyer Stollen“ angelegt. Wann genau die Wasseraufbereitungs-Anlage gebaut wird und wie hoch die Kosten sind, ist noch nicht bekannt. 

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