«Du bist nicht allein!»: Eine App gegen Cybermobbing

Eine Jugendliche sitzt mit Smartphone an einem Schreibtisch
© Marijan Murat/dpa/dpa-tmn

Tipps und Mut

Berlin (dpa/tmn) - Es kann jeden und jede treffen: Plötzlich wird man im Netz systematisch gehänselt, ausgegrenzt, beleidigt, schikaniert oder bloßgestellt. Wenn solche Anfeindungen und Hass in Chats oder Netzwerken um sich greifen, stehen die Opfer oft hilflos und alleine da.

Genau hier setzt die «Cyber-Mobbing-Erste-Hilfe-App» an. Die von der EU-Initiative Klicksafe aufgelegte Anwendung will akut betroffenen Jugendlichen konkrete Tipps geben, wie sie sich nun am besten verhalten und ihnen Mut zusprechen.

Emilia und Tom: Coaches helfen in Kurzvideos

Das Ganze funktioniert zum einen in Gestalt kurzer Videos mit den Coaches Emilia und Tom. Die beiden begleiten Betroffene auch bei den ersten Schritten, um gegeben Cybermobbing vorzugehen, liefern rechtliche Hintergrundinfos und Links zu anonymen Beratungsstellen.

Dazu gibt es Tutorials zum Melden, Blockieren und Löschen beleidigender Kommentare auf Social Media oder in Messengern. Außerdem kann man etwa lernen, wie Attacken anderer am besten mit Screenshots dokumentiert werden.

Beratungsbutton: Persönliches Gespräch immer möglich

Gewinnt die Verzweiflung Überhand, stehen die Kids aber nicht mit der App alleine da. Schließlich ist «Du bist nicht allein» der Claim der App. Persönliche Soforthilfe ist über einen Beratungsbutton verfügbar.

Wer darauf tippt, wird mit der «Nummer gegen Kummer» verbunden. Zudem kann man sich von anderen Jugendlichen helfen lassen, indem man eine Anfrage an die Beratungsplattform «Juuuport» schickt und dann binnen zwei Tagen eine persönliche Antwort erhält.

Die Anwendung ist kostenlos für Android sowie iOS in den jeweiligen Stores erhältlich.

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