Diskussion über Wolf in der Nordeifel: Landwirte fordern Regulierung
Veröffentlicht: Mittwoch, 09.10.2024 07:08
In der Nordeifel erhitzt der Wolf die Gemüter: Bei einer Diskussion mit Experten und rund 100 Gästen forderten Vertreter der Landwirte eine Regulierung der Wolfspopulation.

Diskussion über den Wolf in Düren mit Vertretern aus dem Kreis Euskirchen
Wie geht es weiter mit dem Wolf in der Nordeifel? Diese Frage wurde am Dienstag (08.10.) von Vertretern der Kreisbauern- und Jägerschaften der Region zusammen mit Experten und rund 100 Gästen diskutiert. Das Thema sorgte für hitzige Debatten. Steffen Pingen vom Deutschen Bauernverband forderte aus Sicht der Landwirte eine Regulierung der Wölfe. "Eine Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltung wird nur funktionieren, wenn man Problemwölfe schnellstmöglich schießt," erklärte Pingen.
NRW-Umweltministerium will bessere Lösungen finden
Josef Tumbrinck aus dem NRW-Umweltministerium betonte, dass die Landesregierung zumindest für Problemtiere bessere Lösungen finden will, wenn Zäune nicht mehr ausreichen. "Aber die meisten Wölfe verhalten sich anders und werden nicht übergriffig," so Tumbrinck. Die Landwirte wollen die Wölfe nicht komplett vertreiben, aber im Zaum halten. Im Kreis Euskirchen gibt es immer wieder Wolfssichtungen, und im Nationalpark Eifel scheinen sie sich mittlerweile dauerhaft angesiedelt zu haben. In Kall hatte eine Wölfin im April drei Schafe und sechs Lämmer gerissen. Auch deswegen will die NRW-Landesregierung den Abschuss von Wölfen zumindest bei solchen Problemfällen erleichtern.