Die neue E-Auto-Prämie - so funktioniert die Förderung
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.02.2026 13:24
Die Bundesregierung hat ein neues Förderprogramm für Elektroautos gestartet. Doch eine große Umfrage zeigt: Viele Menschen wissen nicht, wie die Prämie funktioniert und fühlen sich schlecht informiert. Hier gibt es den Überblick.

YouGov-Umfrage: Wissensstand zur E-Auto-Prämie
Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur kennt rund ein Drittel der Deutschen die neue E-Auto-Förderung nicht. Von den Befragten, die von der Prämie gehört hatten, fühlen sich 42 Prozent eher schlecht informiert, 12 Prozent sogar sehr schlecht. Nur etwa jeder Dritte sagt, er sei gut informiert, und ein kleiner Teil fühlt sich sehr gut informiert. Die Umfrage zeigt damit klar: Informationsbedarf besteht – nicht nur in der Zielgruppe der potenziellen Autokäufer.
Worum geht es bei der Förderung?
Die neue E-Auto-Prämie ist ein staatlicher Zuschuss für den Kauf oder das Leasing von Elektroautos. Sie soll den Umstieg auf emissionsarme Fahrzeuge erleichtern und die Nachfrage in der Bevölkerung stärken. Die Förderung gilt für Neuzulassungen ab dem 1. Januar dieses Jahres. Ein Förderantrag kann voraussichtlich ab Mai über ein Online-Portal gestellt werden.
Wer kann die Prämie nutzen?
Die Prämie richtet sich an Privatpersonen, nicht an Firmenkäufer. Voraussetzung ist, dass das geförderte Fahrzeug mindestens drei Jahre im Besitz bleibt. Gebrauchtwagen sind von der Förderung ausgeschlossen - sie gilt ausschließlich für neue Fahrzeuge.
So staffelt sich die Förderung für reine E-Autos
Bei vollelektrischen Fahrzeugen hängt die Höhe der Prämie vom Haushaltseinkommen und der Kinderzahl ab. Die Basisförderung beträgt 3.000 Euro.
- Haushaltseinkommen bis 60.000 Euro: 4.000 Euro
- Haushaltseinkommen bis 45.000 Euro: 5.000 Euro
- Kinderbonus: Zusätzlich 500 Euro pro Kind, maximal 1.000 Euro
Die Einkommensgrenze für die Förderung liegt in der Regel bei 80.000 Euro pro Jahr. Mit zwei Kindern verschiebt sich die Grenze auf 90.000 Euro.
Förderung für Plug-in-Hybride und Range Extender
Auch Fahrzeuge, die nicht rein elektrisch fahren, sind unter bestimmten Bedingungen förderfähig. Für Plug-in-Hybride und Autos mit Range Extender beträgt die Prämie 1.500 Euro. Voraussetzung ist, dass sie entweder maximal 60 Gramm CO₂ pro Kilometer ausstoßen oder eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben. Diese Kriterien sollen sicherstellen, dass auch diese Fahrzeuge einen relevanten elektrischen Anteil im Fahrbetrieb erreichen.
Wirkung der Prämie - gemischte Erwartungen
Ob die Förderung tatsächlich zu mehr E-Auto-Käufen führt, ist offen. In der Umfrage gab mehr als die Hälfte der Befragten an, dass die Prämie ihre Kauf- oder Leasing-Entscheidung nicht beeinflusst. Nur ein kleiner Teil sagte, die Prämie mache ein E-Auto deutlich wahrscheinlicher. Auch unter Experten gehen die Meinungen auseinander. Einige sehen in der Prämie einen wichtigen Anreiz für Käufer, andere kritisieren sie als unnötig teuer oder wenig zielgenau. Für Verbraucher gilt: Neben der Prämie sollten auch Kaufpreis, Stromkosten und individuelle Mobilitätsbedürfnisse in die Entscheidung einbezogen werden.
Ausführliche Infos der Bundesregierung gibt es hier
Autor: José Narciandi