Burgfeyer Stollen in Mechernich bekommt Giftbremse

50 Tonnen Schwermetalle fließen jährlich über den Burgfeyer Stollen in Mechernich in den Veybach, die Erft, den Rhein und die Nordsee. Damit soll aber bald Schluss sein.

© Sophie Kossuch

Mit der Unterstützung der Umwelt- und Wirtschafts-Ministerien plant der Erftverband eine bisher einmalige Filteranlage, die die schädlichen Stoffe aus dem belasteten Wasser herausfiltert. Der Erftverband will die Anlage auf dem Gelände der Kläranlage Mechernich bauen.

In einem zweistufigen Prozess soll sie das Wasser von Eisen, Mangan, Kobalt, Nickel, Zink und anderen Schadstoffen befreien. Im zweiten Schritt soll ein Ionenaustausch stattfinden, erklärt Heinrich Schäfer, Vorstand des Erftverbandes:

"Es ist im Endeffekt eine Art Magnet. Harze binden die Schwermetalle und sammeln sie an und so lassen sie sich aus dem Wasser filtern."

Das soll die meisten Schwermetalle aus dem Wasser rausholen. Aktuell laufen die ersten Planungen.

Der Erftverband sagt, er wolle die Anlage gegen 2030 in Betrieb nehmen. Das Vorhaben ist teuer: Die Kosten liegen bei etwa 30 Millionen Euro, die das Land NRW übernimmt.

Mit einem Plakat informiert der Erftverband vor Ort über das Projekt.© Sophie Kossuch
Mit einem Plakat informiert der Erftverband vor Ort über das Projekt.
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