AWO stellt Arbeitslosenreport vor

Von den Hartz-IV-Beziehern im Kreis Euskirchen ist jeder fünfte ein sogenannter Aufstocker. Das geht aus dem aktuellen Arbeitslosenreport hervor, den die freie Wohlfahrtspflege vorgestellt hat.

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Das bedeutet: Trotz Arbeit müssten 20 Prozent der Menschen aufstockende Leistungen beim Jobcenter beantragen. Das sei skandalös, heißt es von der AWO Mittelrhein. Der wachsende Niedriglohnsektor sorge dafür, dass bei immer mehr Menschen das Einkommen nicht zur Versorgung der Familie ausreiche. Schon jetzt verdienen demnach im Kreis Euskirchen 10,3 Prozent der Vollzeitbeschäftigten lediglich 2.000 Euro brutto pro Monat und weniger.

Der Frauenanteil im Niedriglohnsektor ist mehr als doppelt so hoch wie der der Männer. Und unter denen verdienen Frauen und Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit besonders schlecht. Zu erklären sei das nur in Teilen mit fehlenden Qualifikationen bei Zugewanderten. Der Gesetzgeber müsse stärker aktiv werden, um gerechte und angemessene Bezahlung aller Menschen zu gewährleisten, heißt es von der AWO.