Tag der offenen Tür beim IPSU im Schleidener Tal

Die Stadt Schleiden sowie die Gemeinden Hellenthal und Kall haben seit einigen Wochen ein Traumazentrum. Es ist ein Modul des Hilfszentrums Schleiden und stellt sich bei einem Tag der offenen Tür diesen Freitag (21.4.) vor.

© Radio Euskirchen

Das Zentrum bietet von 14 bis 17 Uhr einen Tag der offenen Tür an. In der Zeit kann sich jeder über die Angebote dort informieren.

Weil die Verantwortlichen fürchten, dass der Name "Traumazentrum" die Leute abschreckt, nennen sie das Angebot „Interkommunale Psychosoziale Unterstützung“, kurz IPSU.

Dort sollen Menschen Hilfe finden, die nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 psychologische Beratung suchen. Die Gespräche hätten sich in den vergangenen Monaten gewandelt, sagt der therapeutische Leiter, Peter Keßeler.

"Direkt nach der Flut kamen die Menschen mit den schlimmen Situationen, die sie erlebt hatten. Jetzt sind es auch verdrängte Ereignisse. Andere Erlebnisse, die früher stattgefunden haben, kommen wieder hoch. Auch Verlusterlebnisse beispielsweise. Selbst alte Menschen berichten jetzt immer wieder von ihrer Vertreibung früher."

Die IPSU ist im Hilfszentrum Schleidener Tal (Kölner Str. 10 in Gemünd) untergebracht. Das Land fördert das Angebot mit über 530.000 Euro, rund 60.000 Euro teilen sich Schleiden, Hellenthal und Kall. Start des Projekts war Anfang des Jahres, es läuft zwei Jahre.

Die IPSU ist auch telefonisch erreichbar unter: 02444 912 9746. Die Hotline der Malteser lautet: 06723 68 57 67; E-Mail: ipsu@malteser.org

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