Freitag, 21.09.2018
15:47 Uhr


Kino / Portraits

Hart und herzlich: Zwei beste Freunde im Dschungel

Dwayne Johnson und Kevin Hart spielen die Hauptrollen in "Jumanji - Willkommen im Dschungel" (Kinostart: 21. Dezember)

Ab in den Urwald: Dass sich Dwayne "The Rock" Johnson (45) und Kevin Hart (38) bei den Dreharbeiten von "Jumanji - Willkommen im Dschungel" (Kinostart: 21. Dezember) blind verstanden, glaubt man den beiden Spaßvögeln sofort. Auch am Ende eines langen Interviewtages in Berlin versprühen sie eine kindliche Freude, die zwar nicht immer ernste Antworten auf ernstgemeinte Fragen gebiert, aber ziemlich eindrücklich zeigt, warum ihre Neuverfilmung des Brettspielfilms von 1995 vor allem eins macht: gute Laune.

teleschau: Sie sind auch Produzenten des Films: Wer kam eigentlich auf die Idee, "Jumanji" neu zu verfilmen?

Dwayne Johnson: Die Idee schwirrte schon etwas länger in Hollywood herum. Allerdings brauchte es etwas Zeit, um den richtigen Ansatz für eine moderne Version zu finden. Ich weiß, dass Jack Black schon vor Jahren ein Drehbuch las, und auch Kevin hatte eins in den Fingern. Und irgendwann gab es die Version, die wir verfilmt haben. Kevin und ich waren uns ziemlich schnell einig, dass wir den Film unbedingt machen wollten.

Kevin Hart: "Jumanji" ist auf der ganzen Welt bekannt und beliebt. Das musste schon passen.

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teleschau: Sie müssten doch eigentlich mittlerweile die besten Freunde sein, jetzt da Sie einen Film pro Jahr gemeinsam machen ...

Hart: Falsch. Wir sind keine Freunde.

Johnson: Nein, überhaupt nicht.

Hart: Das ist alles nur gespielt. (lacht) Spaß beiseite: Wir waren schon vorher Freunde, haben uns vor langer Zeit kennengelernt. Was Sie vor der Kamera sehen, ist gar nicht gespielt: Es ist alles echt.

Johnson: Wir merkten schon bei "Central Intelligence", dass wir nicht nur privat ziemlich gut zusammenpassen. Natürlich nutzten wir da die Möglichkeit, bei "Jumanji" erneut zusammenzuarbeiten. Zumal wir beide ziemlich angetan waren von der Vorstellung, Teenager spielen zu können.

teleschau: Weil Sie die Ängste und Verwirrungen der Jugend unbedingt noch einmal erleben wollten?

Hart: So was hatte ich nicht. Ich war ein cooler Typ. Und sehr beliebt.

Johnson: Das ist wahr: Er war der beliebteste Typ in der Schule. Allerdings bekam er Einzelunterricht zu Hause.

Hart: Haha.

Johnson: Für mich war es in der Tat interessant, einen verunsicherten Teenager zu spielen, dem es an Selbstbewusstsein mangelt. Das war bei mir ganz ähnlich. In meiner Kindheit zog meine Familie oft um, und ich musste mich jedes Jahr an einer neuen Schule in einer neuen Stadt zurechtfinden. Das war für mich jedesmal der Horror.

teleschau: Waren Sie auch ein Nerd, wie Ihre Filmfigur Spencer?

Johnson: Eher nicht. Ich war mehr der sportliche Typ.

Hart: Weil Du Dich immer wegducken musstest, wenn die anderen Kids Joghurtbecher nach Dir warfen. Im Ernst: Es macht schon Spaß, sich für einen Film zurück in diese Zeit zu versetzen. Man kann ungestraft kindisch sein, und das erfüllt dann sogar einen Zweck. Unser Figuren haben ja eine 180-Grad-Wendung durchgemacht. Sie mussten lernen, sich selbst und die anderen so zu akzeptieren, wie sie sind. Das ist eine schöne Botschaft des Films, und zwar eine, die vor allem heutzutage nicht oft genug wiederholt werden kann.

teleschau: Na, dann fangen wir doch mal bei Ihnen an: Was sind denn die Stärken und Schwächen Ihres Gegenübers?

Hart: Meine Stärke ist Liebenswürdigkeit ...

Johnson: Da hast du jetzt was falsch verstanden. Deine Schwäche scheint mir das Leben an sich zu sein. Du kommst doch gar nicht klar.

Hart: Ach so, ich soll über dich reden? Deine Stärke ist, dass Du sehr konzentriert auf ein Ziel hinarbeiten kannst. Das beeindruckt mich wirklich. Deine Schwäche: dass Du verdammt noch mal alles erreichst, was Du Dir vornimmst.

teleschau: Sie stellen Ihre Filme bei Premieren vor: Wird das irgendwann ermüdend?

Johnson: Wir sind zwar kurz vor Filmstart viel unterwegs, aber nein: Das macht mir sogar Spaß.

Hart: Wirklich wahr. Wir arbeiten hart an den Filmen, und natürlich wollen wir Sie dem Publikum persönlich vorstellen. Das ist nämlich das Schönste an der ganzen Promotionsache: die Reaktion der Zuschauer selbst zu erleben, mit ihnen in Kontakt zu treten, ihnen eine Freude zu machen. So viele Fans zu haben, ist für uns alles andere als eine Selbstverständlichkeit.

teleschau: Mr. Johnson: Ihre letzte Premiere in Berlin, das war im Mai bei "Baywatch", fand kurz nach dem Konzertanschlag von Manchester statt: Machen Sie sich über Sicherheitsfragen heute mehr Gedanken als früher, wenn Sie nach Europa kommen?

Johnson: Nein. Ich mache mir nicht mehr Sorgen als früher, bin mir aber wie jeder andere auch der aktuellen Lage bewusst.

Hart: Wenn wir uns ernsthafte Sorgen machen würden, wären wir nicht hier.

Andreas Fischer

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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