Zweitägiger Warnstreik in Eifelhöhen-Klinik

Die Mitarbeiter der Eifelhöhen-Klinik in Marmagen sind sauer: Sie wollen nicht länger deutlich weniger verdienen als Personal an anderen Kliniken in der Region. Donnerstag und Freitag sind deshalb ganztägige Warnstreiks geplant.

In einem Flugblatt an die Patienten rechnet die Gewerkschaft ver.di vor, wie viel weniger das Marmagener Personal im Vergleich verdient. Pflegekräfte haben demnach beispielsweise im ersten Jahr schon über 8.000 Euro weniger. Bei Physiotherapeuten mit vielen Berufsjahren kann das Minus sogar fast doppelt so groß sein. Vom Betriebsrat heißt es: Viele langjährige, gute Mitarbeiter hätten die Klinik schon verlassen – wegen der Gehälter.

Die Gewerkschaft fordert deshalb vom Arbeitgeber ein deutliches Lohnplus. Zu viel, findet die Klinikleitung. Die Vorstellungen von Verdi seien unerfüllbar, sagte uns der Geschäftsleiter. Außerdem hätte die Klinik Verdi schon zwei Angebote gemacht – beide abgelehnt. Das Angebot der Arbeitgeberseite ist ver.di zu niedrig. Es würde die Lohnlücke eher noch vergrößern.

Zum ersten Mal macht auch die Patientenaufnahme bei den Warnstreiks in der Eifelhöhenklinik mit. Das hat uns die Klinik auf Nachfrage bestätigt. Von der Gewerkschaft ver.di heißt es, die Klinik habe am Donnerstag keine neue Patienten mehr aufnehmen können – dadurch das jetzt auch andere Abteilungen bei den Warnstreiks mitmachen.

© Daniel Dähling

Die Tarifverhandlungen gehen am Dienstag in die nächste Runde. Um ihre Forderungen durchzusetzen, sind die Angestellten aufgerufen, an zwei Tagen ganztägig die Arbeit niederzulegen. Für die Patienten soll es zwar eine Notbesetzung geben. Die meisten Therapieangeboten dürften aber ausfallen.


© Daniel Dähling
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