
Zülpicher soll nach Belgien entführt worden sein
Weil er bei ihnen angeblich 700 Euro Schulden hatte, sollen vier Männer und eine Frau einen 25-jährigen Mann aus Zülpich entführt, geschlagen und beraubt haben. Am Donnerstag stehen die Fünf vor dem Euskirchener Amtsgericht. Sie sind unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung angeklagt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 20.05.2021 10:07
Die angeklagte 35-jährige Frau soll den Zülpicher im Februar 2020 unter einem Vorwand zu einer Bushaltestelle in Füssenich gelockt haben. Dort sollen ihm die männlichen Angeklagten aufgelauert und ihn unter Schlägen in ein Auto gezerrt haben. Im Clubhaus eines Motorradclubs in Geich musste der Zülpicher laut Anklage unter weiteren Schlägen sein Handy, Ringe und Ketten herausgeben. Anschließend sollen die Angeklagten ihr Opfer in ein Waldstück ins belgische Eupen gebracht haben. Um ihm eine Lektion zu erteilen, musste der 25-Jährige dort mit einer Schaufel sein eigenes Grab ausheben, so die Anklage. Der Zülpicher war letztendlich zu Fuß zur nächsten belgischen Polizeidienststelle gegangen. Im Zuge der Ermittlungen hatte die Polizei auch mehrere Waffen sichergestellt.