
Zehntausende Euro durch Aberglaube verloren
Die Euskirchener Polizei sucht aktuell nach zwei tatverdächtigen Frauen. Sie sollen einer älteren Dame mehrere zehntausend Euro gestohlen haben.
Es geht um einen eher außergewöhnlichen Betrugsfall. Die ältere Dame aus Euskirchen soll durch ihren Aberglauben auf die beiden Frauen hereingefallen sein. Nach ersten Polizei-Informationen sollen die Frauen die 77-Jährige in der Fußgängerzone gestoppt und angesprochen haben. Sie wüssten angeblich, dass der Sohn der älteren Dame im nächsten Jahr sterben würde. Um ihn zu retten solle sie ihr gesamtes Vermögen holen – mit einem besonderen Ritual würden sie dann das Böse vertreiben. Mehrere tausend Euro waren bei dem Ritual in ein Handtuch eingewickelt, das die Frauen unbemerkt vertauscht hatten, teilt die Polizei am Dienstag mit. Sie hofft jetzt auf Zeugen.
Veröffentlicht: Dienstag, 26.11.2019 13:37
Betrugsfälle wie dieser kommen im Kreis Euskirchen selten vor. Ein Polizeisprecher sagte auf Radio Euskirchen Nachfrage, dass es einen ganz ähnlichen Fall im November genau vor einem Jahr gegeben habe. Damals war eine 40-Jährige aus Euskirchen auf die Masche von Betrügerinnen hereingefallen.
Die beiden Tatverdächtigen, die aktuell gesucht werden, können wie folgt beschrieben werden:
Tatverdächtige 1: vermutlich Russin, zwischen 55 und 60 Jahre alt, normale Statur, ca. 1,60m groß, rundes Gesicht; bekleidet mit einem dunklen Kopftuch, einer dunklen Jacke und einer dunklen Hose
Tatverdächtige 2: vermutlich Russin, zwischen 75 und 80 Jahr alt, ca. 1,70 groß, schlank, längliches verhärmtes Gesicht, bekleidet mit einer hellen Mütze, einer hellen Pelzjacke mit dicken gestrickten Ärmeln.