
Wolf bei Mechernich gesichtet?
In Mechernich hat ein Biologe Anfang des Jahres einen Wolf gesehen. Die Fachleute sind vom dem Vorfall aber wenig überrascht. Dass liege dabei nicht einmal unbedingt an dem im vergangenen Jahr in Monschau nachgewiesenen Wolf. Sondern an einer natürlichen Wanderung der Tiere.
Im Winter sei es üblich, dass sich Jungwölfe von ihrer Mutter entfernen, sagt der Wolfsexperte beim Landesamt für Umwelt und Naturschutz. Es hat die Mechernicher Wolfssichtung als unbestätigten Hinweis zu den Akten aufgenommen. Landesweit sind demnach 530 Wolfssichtungen gemeldet.
Die Naturschützer werden diesen Hinweis erst einmal nicht weiter verfolgen, bis sich Hinweise in einer Region häufen. Sie werden allerdings den Wolfsmelder noch einmal befragen zu Größe, Färbung und der Witterung.
Die Euskirchener Polizei sagte, der Biologe habe den Wolf an der B266 zwischen Strempt und der Wallenthaler Höhe gesehen. Er hatte das der Polizei gemeldet.
Tierbesitzer haben seitdem die Möglichkeit Zuwendungen zum Schutz von ihren Tierständen zu beantragen. Wie die Kölner Bezirksregierung auf Radio Euskirchen Nachfrage bestätigt, sind seitdem 36 Anträge eingegangen. Die Fördergelder liegen je nachdem zwischen 600 und 7.000 Euro. In einem Fall sei es auch nochmal mehr gewesen. Anfang des Jahres hat ein Biologe an der Bundesstraße bei Mechernich-Strempt einen Wolf gesehen und das der Polizei gemeldet. Das Landesamt für Umwelt und Naturschutz hat den Hinweis als unbestätigte Sichtung aufgenommen. Davon gibt es inzwischen landesweit rund 530.
Veröffentlicht: Mittwoch, 08.01.2020 04:57