
Denn leider halten sich nicht alle Besucher an die Regeln im Nationalpark - das stört natürlich die vielen Tiere und Pflanzen. Dabei weise der Nationalpark schon auf verschiedene Weise auf die Regeln – wie Feuerverbot und Wegegebot – hin, sagt Sprecher Michael Lammertz:
"Dazu nutzen wir natürlich die konventionellen Kommunikationselemente wie Wanderkarten und Infotafeln an allen 105 Eingängen des Nationalparks. Auch die Präsenz der Ranger zähle ich dazu. Aber alle diese Medien reichen schon lange nicht mehr aus."
Deshalb will der Park jetzt verstärkt auf Online-Informationen setzen. Er hat zum Beispiel offizielle Wanderrouten online gestellt, die sich auch in Wander-Apps nutzen lassen. Es gibt aber auch privat angelegte Online-Routen - damit die sich auch an den offiziellen Wege orientieren, bearbeitet der Nationalpark die Geodaten, auf denen die Karten basieren.
Außerdem möchte der Nationalpark schlechte Vorbilder bekämpfen. Er findet online zum Beispiel immer wieder verbotene Drohnenaufnahmen vom Park oder Videos von Mountainbikern, die abseits der Wege unterwegs sind. Der Park schreibt die Menschen an und bittet sie die Videos zu löschen.
156 neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt
Bisher sind mehr als 11.300 Arten im Park nachgewiesen worden. Weitere 156 wurden 2022 entdeckt - zum Beispiel der "Duftende Goldporling", ein neu gefundener Pilz. Und auch bei den bereits bekannten Arten waren Besonderheiten dabei - auf der Dreiborner Hochfläche wurde zum Beispiel ein Schneesperling gesehen, der normalerweise nur in alpinen Regionen vorkommt.
Auch durch die Forschungsprojekte des Nationalparks konnten neue Ergebnisse gewonnen werden. So legt der Park seit April gezielt Tierkadaver aus, um deren Einfluss auf das Ökosystem zu untersuchen. Dadurch konnten mit Hilfe von Wildkameras zum Beispiel 21 junge Gänsegeier beobachtet werden. Eigentlich gelten diese Tiere seit rund 100 Jahren in Deutschland als ausgestorben, ab und zu werden sie aber beobachtet - jetzt auch im Nationalpark Eifel.
