
Betriebsrats-Chef Weimbs sagte auf Radio Euskirchen Nachfrage, es gebe inzwischen neuen Streit. Nachdem Schoeller entschieden hat, die Produktion des so genannten Geraderohrzugs nach Thüringen zu verlegen, solle dies jetzt auch mit dem Ringrohrzugs passieren, sagt der Betriebsrat. Davon seien weitere 100 Mitarbeiter betroffen.
Betriebsrats-Chef Weimbs spricht von „wirtschaftlichem Harakiri“. Die Produktionsverlagerung werde Schoeller geschätzt 25 bis 30 Millionen Euro kosten. Ein Teil des Geldes sei als Investition in den Standort deutlich besser angelegt, sagt er.
Schoeller hatte erst vor rund einem Jahr über den Abbau von rund 200 Stellen informiert. Gleichzeitig stelle das Unternehmen aber auch neues Personal ein, sagt der Betriebsrat.
Weimbs kritisiert, dass die Geschäftsleitung nur unzureichend informiert, obwohl sie laut Betriebsverfassung umfassend berichten müsste. Die Geschäftsführung von Schoeller stand trotz mehrfacher Radio Euskirchen Nachfrage für ein Gespräch nicht zur Verfügung.