
Weilerswist: Landgericht Bonn verurteilt Mann wegen Mordes
Das Landgericht Bonn hat einen 32-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte gestanden, seine Eltern in Weilerswist vor zwei Jahren mit insgesamt 60 Messerstichen getötet zu haben. Eigentlich war der Mann schon vom Bonner Landgericht wegen Mordes an seinem Vater und Totschlags an seiner Mutter zu lebenslanger Haft verurteilt worden, das bezweifelte aber der Bundesgerichtshof.
Veröffentlicht: Montag, 29.03.2021 14:17
Die obersten Richter bezweifelten, dass das Mordmotiv Heimtücke in dem Fall wirklich gegeben war. Der Mann hatte seinen Vater im Elternschlafzimmer getötet. Anschließend erstach er auch die Mutter. Sie hatte versucht, am Telefon Hilfe zu rufen. Am Tattag habe es mehrfach Streit gegeben, weil der alkoholabhängige Sohn wieder getrunken hatte und deshalb nicht zu einer Umschulung ging. Auch deshalb stellte der BGH den heimtückischen Mord in Frage. Das Bonner Landgericht sieht das aber nach wie vor anders: Der Vater habe nicht mit der Attacke des Sohnes rechnen können, deswegen beließen sie es bei einer lebenslangen Haftstrafe. Der Angeklagte kann jetzt wieder in Revision gehen.