
Wegen COVID-19-Angst nicht andere Krankheiten ignorieren
Die Angst vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Corona-Virus darf nicht dazu führen, dass Anzeichen anderer Erkrankungen ignoriert werden. Davor warnt das Marien-Hospital Euskirchen. Gerade bei Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall sollte schnell gehandelt werden.
Wer zögert, riskiert möglicherweise sein Leben oder kann langanhaltende Schäden davontragen, warnt das Marienhospital. In den Abteilungen, die sich um Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten kümmern, seien in den vergangenen Wochen etwa 30 Prozent weniger Patienten gezählt worden. Nachfragen bei Patienten und Hausärzten hätten gezeigt: der Grund für den Rückgang ist die Angst, sich im Krankenhaus mit COVID-19 anzustecken.
Diese Angst sei aber unbegründet. COVID-19-Patienten oder –Verdachtsfälle würden jederzeit getrennt von anderen Patienten behandelt, heißt es vom Marien-Hospital. Außerdem gebe es sehr strenge Hygiene- und Desinfektionsregeln.
Veröffentlicht: Freitag, 24.04.2020 13:50