
Viel zu tun für Telefonseelsorge
Pandemie, ein Krieg in Europa, steigende Lebens- und Energiekosten – es sind vor allem diese Themen, die die Menschen im vergangenen Jahr zur Telefonseelsorge getrieben haben. Und auch bei uns im Kreis Euskirchen haben viele Menschen 2022 die Seelsorge kontaktiert.
Veröffentlicht: Freitag, 06.01.2023 05:14
Knapp 12.000 Seelsorgekontakte hat die bei uns zuständige Telefonseelsorge Aachen-Eifel im vergangenen Jahr gezählt. Allein an den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester waren es 250 Anruferinnen und Anrufer. Seit Beginn der Pandemie ist der Bedarf ungebremst hoch. Jeder vierte Anrufer ist einsam. Auffallend ist laut dem Leiter der Telefonseelsorge aber die gestiegene Quote von Anrufern, die älter als 80 Jahre alt sind. Diese Menschen fühlten sich durch den Krieg gegen die Ukraine an ihre eigenen Kriegserfahrungen des Zweiten Weltkriegs erinnert und hätten Angst, so etwas noch einmal erleben zu müssen. Über 30 Prozent der Ratsuchenden erreichen die Telefonseelsorge mittlerweile online über Chat oder per E-Mail.
Telefonseelsorge sucht Verstärkung
90 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat die Telefonseelsorge Aachen-Eifel. Sie würden nach Angaben des Seelsorgeleiters Frank Ertel wegen der hohen Nachfrage an ihre Grenzen kommen. Deshalb wird Verstärkung gesucht. Wer sich für eine Mitarbeit interessiert, sollte gerne zuhören und Interesse an Menschen mitbringen, heißt es von der Seelsorge. Melden kann man sich einfach per Mail: info@telefonseelsorge-aachen.de
So erreichen Hilfesuchende die Telefonseelsorge:
• Hilfe per Telefon: 0800 111 0 111
• Hilfe per Chat oder Mail: www.telefonseelsorge-aachen.de