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Mechernich
© Radio Euskirchen
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Versöhnung und Heiratsantrag im Gerichtssaal

Der Prozess um eine blutige Messerattacke in Mechernich hat nach dem Urteil eine überraschende Wendung genommen. Die Angeklagte und das Opfer versöhnten sich noch im Gerichtssaal. Es gab sogar einen Heiratsantrag.

Die Richter am Bonner Landgericht hatten eine 33 Jahre alte Frau aus Mechernich am Dienstag wegen der Messerattacke auf ihren Lebensgefährten zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt – wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Nach dem Urteil hoben sie den Haftbefehl für die Mechernicherin aber überraschend auf. Sie konnte den Gerichtssaal zusammen mit ihrem Lebensgefährten verlassen.

Ob sie gegen die Strafe in Berufung gehen wird und wann sie ihre Haft antreten muss, ist noch nicht bekannt.

Im Prozess hatte der Lebensgefährte überraschend die Zeugenaussage verweigert und stattdessen der Angeklagten einen Heiratsantrag gemacht. Auch die Angeklagte hatte ihre Liebe beteuert und sich bei ihrem Lebensgefährten für die Tat entschuldigt.

Veröffentlicht: Dienstag, 23.06.2020 16:34

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