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Urteil nach Brandserie in Schleiden
© Feuerwehr Schleiden
Dehr verheerende Brand im Schleidener Johannes-Sturmius-Gymnasium Mitte November 2018
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Urteil nach Brandserie in Schleiden

Vor gut einem Jahr hat eine monatelange Brandserie begonnen, die die Menschen im Schleidener Tal in Angst versetzt hat. Jetzt ist das Urteil in dem Prozess gefallen.

Auf der Anklagebank saß heute ein 15-Jähriger Jugendlicher aus Hellenthal. Seit Mai saß der Jugendliche in Untersuchungshaft. Er kommt vier Jahre und sechs Monate in eine Jugendstrafanstalt, haben die Richter entschieden. Das Urteil ist aktuell noch nicht rechtskräftig. Ein Gerichssprecher sagte aber auf Radio Euskirchen Nachfrage, der Jugendliche habe das Urteil akzeptiert.

Strafmildernd war das umfassende Geständnis, hieß es bei der Urteilsverkündigung. Der 15-Jährige habe sich für seine Taten vor Gericht entschuldigt. Strafverschärfend war hingegen der hohe Sachschaden und dass die Brandserie über mehrere Monate ging. Ein großes Fragezeichen gibt es noch für das Motiv. Das ist weiter unklar. Die Kammer habe eine Vermutung, das sei aber reine Spekulation, sagt ein Gerichtssprecher.

Verurteilt wurde der 15-Jährige für sieben Brände und zwei Mal wegen versuchten Mordes, weil Menschen bei den Feuern in Gefahr waren. Auch das große Feuer am Johannes-Sturmius-Gymnasium war bei den Bränden mit dabei. Da war ein Millionenschaden entstanden.

Veröffentlicht: Donnerstag, 28.11.2019 17:30

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