
Unternehmens-Bündnis fordert zweigleisigen Ausbau der Eifelstrecke
Mehr als zweieinhalb Jahre nach der Flutkatastrophe ist die Eifelstrecke der Bahn noch immer nicht im Betrieb. 22 Unternehmen aus der Eifel in Rheinland-Pfalz gehen jetzt aber schon einen Schritt weiter. Sie fordern einen zweigleisigen Ausbau der Eifelstrecke.
Veröffentlicht: Mittwoch, 07.02.2024 12:39
Zwischen Kall und Nettersheim, zwischen Blankenheim und Schmidtheim sowie auf vielen Kilometern in Rheinland-Pfalz ist die Eifelstrecke nur eingleisig. Das ist seit dem Zweiten Weltkrieg so.
Die Unternehmen des Bündnisses zum Ausbau der Eifelstrecke sagen: Mit zwei Gleisen seien mehr Züge und sogar ein Güterzug pro Tag auf der Strecke möglich. Außerdem würde sich die Fahrtzeit verringern. Das stärke die Eifel als Wohnort, Wirtschaftsstandort und Erholungsregion, sagt das Bündnis. Zu ihm gehören unter anderem Gerolsteiner, Bitburger und Arla sowie mehrere Logistik- und Bauunternehmen aus Rheinland-Pfalz.
Idee des zweigleisigen Ausbaus im Kreis Euskirchen schon länger
Bei uns im Kreis Euskirchen ist der Nahverkehrs-Zweckverband Go.Rheinland schon einen Schritt weiter. Hier werden bereits konkrete Pläne erarbeitet. Zwischen Kall und Nettersheim will der Zweckverband die Strecke ausbauen lassen. "Grundsätzlich streben wir den zweigleisigen Ausbau des Abschnitts an", sagt ein Sprecher von Go.Rheinland auf Radio Euskirchen Nachfrage.
Details zum Zeitpunkt, Dauer oder Kosten konnte er noch nicht nennen. Er geht davon aus, dass die Rahmenbedingungen im Sommer stehen. Die eingleisigen Abschnitte auf der Eifelstrecke sind ein Nadelöhr. Ihretwegen können nicht mehr Züge die Strecke befahren.
Zwischen Kall und Gerolstein läuft immer noch der Wiederaufbau nach der Flut. Hier sollen frühestens im Sommer wieder Züge durchgehend fahren.