
Unikliniken fordern AstraZeneca-Impfstopp für junge Frauen
Fünf der sechs Unikliniken in Nordrhein-Westfalen fordern einen Stopp der AstraZeneca Impfungen für jüngere Frauen. Das Risiko von Todesfällen sei zu hoch, heißt es in einem gemeinsamen Brief an den Bundes- uns Landesgesundheitsminister, der der deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Veröffentlicht: Dienstag, 30.03.2021 11:14
Die Uniklinik-Chefs nehmen in dem Brief Bezug auf die bekannt gewordenen Fälle von Hirnvenenthrombosen nach den Impfungen. Und sie stellen fest, dass nach jetzigem Kenntnisstand das Nutzen-Risiko-Verhältnis, speziell für Frauen zwischen 20 und 29, nicht mehr stimmt. Den Einsatz von AstraZeneca bei jungen Frauen halten sie deswegen nicht mehr für gerechtfertigt. Das Land Berlin hat am Dienstag entschieden, die AstraZeneca Impfungen für alle Menschen unter 60 zu stoppen.
Im Kreis Euskirchen kam es am Montag zum Impfstopp bei AstraZeneca-Impfungen für Frauen unter 55. Hintergrund sind zwei Fälle einer Hirnvenenthrombose, die sich nach den Impfungen gebildet haben. Eine 47-Jährige Frau ist gestorben, eine 28-Jährige liegt laut Kreis Euskirchen in einer Spezialklinik. Die Verantwortlichen im Kreishaus warten noch auf eine Stellungnahme der Landesregierung.