
Die Tat ereignete sich am Mittwoch zwischen 14 und 16 Uhr. Eine unbekannte Frau hat die Seniorin in der Veybachstraße angesprochen und ihr eingeredet, dass der Fluch auch auf ihren Sohn übergehen könnte.
Wie ist die Masche?
Um ein Übergehen des Fluches zu verhindern, sollte die 68-Jährige ein Ritual durchführen lassen und dafür mehrere Tausend Euro in ein Küchentuch wickeln und übergeben. Die Unbekannte hat das Tuch anschließend mit einem Faden zugebunden, angeblich magische Worte gesprochen und es der Seniorin zurückgegeben, sie sollte über Nacht darauf schlafen. Als sie das Tuch am nächsten Morgen öffnete, war das Geld aber verschwunden – stattdessen lagen nur noch Papiertücher in dem Tuch.
Wie sollt ihr euch verhalten?
- Ruhe bewahren und nicht unter Druck setzen lassen. Behauptungen über Flüche oder drohendes Unglück sind kein Grund, Geld oder Wertgegenstände herauszugeben.
- Niemals Bargeld oder Schmuck an fremde Personen übergeben, auch nicht für angebliche Rituale, Segnungen oder Reinigungen.
- Misstrauisch sein, wenn Fremde Geld verlangen und dabei Angst um Ihre Familie schüren. Lassen Sie sich nicht von emotionalen Drohungen beeinflussen.
- Beendet das Gespräch und schafft euch Abstand. Sucht bei Bedarf ein Geschäft oder einen anderen belebten Ort auf und bittet um Unterstützung.
- Sprecht mit Angehörigen und Vertrauenspersonen über verdächtige Begegnungen. Gerade ältere Menschen sollten über solche Betrugsmaschen informiert sein.
- Informiert die Polizei, wenn ihr einen Betrugsversuch beobachtet oder selbst betroffen seid. Wählt bei akuter Gefahr die 110. Erstattet auch nach einem bereits erfolgten Betrug Anzeige und sichert vorhandene Hinweise.
Polizei sucht Zeugen
Die Euskirchener Polizei sucht jetzt nach Zeugen in der Sache: Wer Hinweise zu der unbekannten Frau hat oder am Mittwoch etwas im Bereich Veybachstraße beobachtet hat, was in Zusammenhang mit dem Fall stehen könnte, soll sich bitte melden. Per E-Mail unter poststelle.euskirchen@polizei.nrw.de oder telefonisch unter 02251 799-0.