
Tödlicher Schuss war Nothilfe
Zwei Monate nach dem Tod eines Randalierers durch den Schuss aus einer Polizeiwaffe in Zülpich-Linzenich sind die Ermittlungen gegen einen Polizeibeamten eingestellt worden. Es habe sich um Nothilfe gehandelt, teilte die Staatsanwaltschaft in Bonn heute mit.
Veröffentlicht: Mittwoch, 21.12.2022 11:01
Die Schussabgabe auf den Kopf des 31-Jährigen sei gerechtfertigt gewesen, da dieser eine Polizeibeamtin in den Schwitzkasten genommen und mit einem Messer am Hals bedroht hatte. Der etwa vier Meter entfernt stehende Polizeibeamte habe keine andere Möglichkeit gehabt, „als den Angriff auf die Kollegin dadurch abzuwehren, dass er einmal auf den Kopfbereich schoss“. Die Polizei war Ende Oktober alarmiert worden, weil der 31-Jährige versuchte, gewaltsam in das Haus seiner Eltern einzudringen. Die Mutter hatte den Notruf gewählt. Nach Angaben der Ermittler hatte der Beamte nur einen Schuss abgegeben. Der 31-Jährige war vor Ort gestorben.