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Tierkadaver werden im Nationalpark ausgelegt
© Nationalparkverwaltung Eifel/A. Simantke
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Tierkadaver werden im Nationalpark ausgelegt

Im Nationalpark Eifel werden in nächster Zeit vermehrt Tierkadaver liegen. Der Grund ist aber kein wildes Raubtier. Die Kadaver werden nämlich von Forschern gezielt abgelegt – beispielsweise tote Rehe und Hirsche.

Veröffentlicht: Dienstag, 04.04.2023 09:34

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So wollen sie herausfinden, welche Bedeutung das Aas für den Wald hat. Das ist Teil eines Forschungsprojekts. Deutschlandweit nehmen alle 16 Nationalparks an dieser Studie der Uni Würzburg teil. "Kadaver sind die beste Düngung für den Wald", sagt einer der Forscher. Von einem toten Reh könne der Wald über 100 Jahre profitieren. Aber auch der Vorgang des Verrottens sei wichtig. Kleinstlebewesen wie Pilze, Käfer und Fliegen brauchen das Aas zum Leben. Tote Tiere tragen so zum Erhalt anderer Tierarten bei. Wie das genau funktioniert, wollen die Forscher jetzt in der Eifel untersuchen. Die toten Rehe, die sie dafür in den Wald legen, kommen auch hier aus der Eifel. Sie sind bei Verkehrsunfällen gestorben und nicht für den menschlichen Verzehr geeignet.

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