
Nach dem Hackerangriff auf den Dienstleister Südwestfalen IT kann die Stadt inzwischen wieder alle Dienstleistungen im Bürgerbüro und Standesamt anbieten. Allerdings gibt es für die Nachmittage im Bürgerbüro Termine nur nach Vereinbarung, um die Wartezeiten zu reduzieren. Die Terminvereinbarung über die Homepage der Stadt soll im Laufe des Donnerstags freigeschaltet werden.
Auch die Urkunden, die es für Geburten, Hochzeiten oder Sterbefälle gibt, kann die Stadt jetzt wieder ausstellen. Das ging seit über zwei Monaten nur vorläufig. Jetzt würden diese Urkunden nach und nach ausgestellt, sagte uns Silke Winter von der Stadt Euskirchen:
"Dazu muss sich niemand beim Standesamt melden. Das schicken wir automatisch per Post zu, sobald wird alles abgearbeitet haben. Wir gehen davon aus, dass das bis Mitte Februar erledigt sein wird."
Alle Systeme, die bei der Stadt Euskirchen über den Dienstleister Südwestfalen IT laufen, sind aber noch nicht wieder am Start. Nach wie vor können keine Grundbesitzabgaben oder Elternbeiträge abgebucht werden. Auch Wohngeldfälle können noch nicht bearbeitet werden.
Ende Oktober 2023 hatte ein Hackerangriff die IT-Systeme des Dienstleisters lahmgelegt. Die Auswirkungen bekamen mehr als 70 Kommunen zu spüren, neben Euskirchen auch die Kreisverwaltung und die Stadt Schleiden. Teile der Programme der Ausländerbehörde der Kreisverwaltung funktionieren seit Dienstag wieder.
Entwarnung konnte einen Tag später die Stadt Schleiden geben. Nach dem Hackerangriff ist das Bürgerbüro wieder vollständig einsatzfähig. Wie der Bürgermeister mitteilt, seien sowohl das digitale Einwohnermeldewesen als auch alle anderen Dienstleistungen wieder am Netz.