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Zuckerrüben
© Daniel Dähling
Zuckerrüben
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Streit um Schutz von befallenen Zuckerrüben

Zwischen Umweltschützern und Landwirten ist ein Streit um die Notfallzulassung eines Insektengiftes entbrannt. Das soll vor allem rund um Euskirchen zum Einsatz kommen und Zuckerrüben vor Blattläusen schützen, die bestimmte Viren übertragen.

Laut BUND war das Insektengift in der Europäischen Unionm 2018 verboten worden. Es töte nicht nur Blattläuse sondern unter anderem auch Bienen, kritisieren die Umweltschützer. Die Notfallzulassung widerspreche den Bemühungen zum Schutz von Insekten und der biologischen Vielfalt.

Veröffentlicht: Donnerstag, 14.01.2021 05:28

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Der Rheinische Rübenbauernverband hält dagegen: Auf befallenen Flächen hätten die von den Blattläusen übertragenen Viren für einen Ertragsverlust von bis zu 34 Prozent gesorgt. Und Euskirchen sei dabei ein Hotspot in NRW gewesen.

Ohne den Einsatz des Insektengifts werde sich die Situation weiter verschlechtern, sagte der für den Kreis Euskirchen zuständige Sprecher des Rübenbauernverbands. Dann sei der Rübenanbau irgendwann tot.

Für den Einsatz des Mittels gibt es Auflagen: Dort wo es eingesetzt wurde, dürfen nach den Rüben erstmal keine Pflanzen angebaut werden, die Bienen besonders anziehen, wie zum Beispiel Sonnenblumen, Kartoffeln oder Mais.

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