
Starlink-System für Krisenkommunikation
Dass bei einer Katastrophe fast alle Telefone und Funksysteme ausfallen, will man im Kreis Euskirchen nach der Flutkatastrophe nie wieder erleben. Als Folge sind seit dem Dienstagabend alle Städte und Gemeinden im Kreis Euskirchen mit dem Starlink Satelliten-System ausgerüstet.
Veröffentlicht: Mittwoch, 25.01.2023 06:40
Es ist dazu da, um die Kommunikation zwischen den Rathäusern und dem Krisenstab der Kreisverwaltung zu gewährleisten. Ein einzelnes System besteht aus einer kleinen beheizbaren Satellitenschüssel, die sich selbst ausrichtet und dann sehr zuverlässig Telefonie oder Daten übertragen kann. Die Verbindung läuft über eine Kette von Mini-Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn. Zu den elf neuen Geräten für die Kommunen hat die Kreisverwaltung zwei weitere für das DRK und den Malteser Hilfsdienst angeschafft. Alle Kosten übernimmt der Kreis. Das sind pro Gerät 3.000 Euro für die Anschaffung und 500 Euro pro Monat Satelliten-Gebühr.
Das Unternehmen Starlink gehört zum Firmenimperium des US-Multi-Milliardärs und Tesla-Inhabers Elon Musk. Eine geliehene Starlink-Anlage hatte sich schon kurz nach der Flut im Kreisgebiet bewährt.