
Städte und Gemeinden am Limit
Die Städte und Gemeinden im Kreis Euskirchen haben sich mit einem eindringlichen Appell an das Land NRW gewandt und mehr Hilfe in der aktuellen Flüchtlingssituation gefordert. Kernpunkt der Kritik ist der aktuell geltende Verteilungsschlüssel. Er hätte „keinen wirklichen Bezug zu den Rahmenbedingungen in den Kommunen vor Ort“, so heißt es in dem Brief an das Land NRW.
Veröffentlicht: Mittwoch, 28.09.2022 04:48
So müsse man etwa im Kreis Euskirchen weiterhin die Folgen der Flutkatastrophe berücksichtigen. Dies betreffe zum einen die Gebäudeschäden in den Kommunen, zum anderen binde der laufende Wiederaufbau auch viel Personal in nahezu allen Rathäusern des Kreises. Insofern sei die Verlängerung des Zuweisungsstopps unabdingbar, heißt es. Der Brief wurde gemeinsam von Landrat Ramers und den elf Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern verfasst. Gefordert wird auch, dass das Land mehr eigene Unterbringungskapazitäten schafft. Deshalb hat der Kreis Euskirchen kein Verständnis für die Entscheidung des Landes, die Zentrale Unterbringungseinrichtung in der ehemaligen Eifelhöhenklinik in Marmagen nun doch nicht in Betrieb zu nehmen.