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Sozialplan für erste Kündigungs-Runde bei Schoeller
© Daniel Dähling
IG Metall Bonn/Rhein-Sieg Geschäftsführer Korsmeier mit dem Schoeller-Betriebsrat
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Sozialplan für erste Kündigungs-Runde bei Schoeller

Jobverluste sind nie eine gute Nachricht. Dass die Firma Schoeller in Hellenthal Arbeitsplätze abbaut ist seit Langem bekannt. Allerdings konnte der Betriebsrat in einigen Verhandlungsrunden einen Soialplan ausarbeiten für die Beschäftigten, die im November gehen müssen. Namen seien noch keine genannt, sagt Betriebsrats-Vorsitzender Weimbs, nur dass es 97 Mitarbeiter aus allen Bereichen treffe. Das wurde am Dienstag bekannt. Weitere 25 Stellen fielen demnach nächstes Jahr weg.

Der Betriebsrat hat die Schoeller-Belegschaft am Montag über die Pläne informiert. Gründe dafür sind demnach vor allem eine schlechte Auftragslage in der Automobilindustrie und versäumte Investitionen in das Werk, sagt der Betriebsrat. Schoeller habe zuletzt kaum noch Gewinne gemacht. Auch aufgrund der Corona-Krise sei die Auftragslage bescheiden. Das gesamte Unternehmen befinde sich in 40 bis 50 Prozent Kurzarbeit.

Veröffentlicht: Dienstag, 08.09.2020 14:14

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Zugeständnisse habe der Betriebsrat der Geschäftsführung nach eigenen Angaben abringen können. So können alle von Kündigungen betroffenen Mitarbeiter ein Jahr lang in eine Transfergesellschaft wechseln. Sie bekämen auch da die volle Abfindung. Weitere 100 Stellen will Schoeller in zwei Jahren noch streichen, wenn ein Produktionsprozess nach Thüringen wechselt.

Beim Familienunternehmen Schoeller arbeiten derzeit rund 950 Menschen. Sie stellen vor allem Rohre her. Die Hälfte der Aufträge kommt aus der Automobilindustrie.

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