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Sirenen noch nicht überall hörbar gewesen
Eine Sirene in Bad Münstereifel
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Sirenen noch nicht überall hörbar gewesen

Landesweit haben am Donnerstagvormittag fast 5.600 Sirenen probeweise geheult. Wie viele es im Kreis Euskirchen sind, war unklar. Denn viele der vorhandenen Sirenen besitzen die technischen Möglichkeiten nicht, die Bevölkerung zu warnen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 08.09.2022 09:17

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In Mechernich, Hellenthal und Nettersheim funktioniert nach eigener Aussage der Alarm noch nicht. Auch die Stadt Zülpich hat sich aus der Aktion deshalb sogar komplett ausgeklinkt. In Zülpich sei die digitale Umrüstung der Sirenen noch nicht abgeschlossen. Deshalb werde die Stadt am Warntag nicht teilnehmen, sagte ein Stadtsprecher auf Radio Euskirchen Nachfrage.

In Kall werden in mehr als der Hälfte der Orte keine Sirenen zu hören sein. Die Gemeinde hofft, sie im nächsten Jahr mit Sirenen versorgen zu können. Euskirchen konnte auf den letzten Drücker noch nachlegen. In Roitzheim und Wisskirchen fehlten noch Sirenen. Die seien diese Woche erst aufgebaut worden, sagte ein Stadtsprecher. In Blankenheim sind sieben Ortsteile noch nicht ausgerüstet.

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Voussem fordert mehr Fördermittel für Ausbau

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Anlässlich des Warntags fordert der Euskirchener Landtagsabgeordnete Voussem das Förderprogramm für Sirenen zu verlängern. Er sagt, es decke nicht den Bedarf ab.

In einzelnen Rathäusern im Kreis Euskirchen gebe es mehr Förderanträge für neue Sirenen als Mittel zur Verfügung stünden, sagt Voussem. Außerdem laufe das Förderprogramm in diesem Jahr aus. Aufgrund von Lieferengpässen und der hohen Nachfrage nach der Flutkatastrophe vor einem Jahr, seien bis jetzt allerdings noch lange nicht alle Förderanträge bewilligt worden. Insgesamt stellt der Bund 88 Millionen Euro für den Ausbau der Warninfrastruktur bereit. Voussem fordert das Förderprogramm zu verlängern, auch damit Kommunen Planungssicherheit hätten.

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