
Schuss in Oberschenkel stoppte sie: Frau muss sich vor Kölner Landgericht verantworten
Eine 24-jährige Frau steht vor dem Landgericht Köln. Ihr wird vorgeworfen, innerhalb eines Tages mehrere Straftaten begangen zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert ihre Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung.
Veröffentlicht: Montag, 21.10.2024 08:54
Frau soll Polizisten mit einem Messer bedroht haben
Das Landgericht Köln prüft seit Montag (20.10), ob eine 24-jährige Frau in eine psychiatrische Einrichtung untergebracht werden muss. Der Frau wird vorgeworfen, innerhalb von 24 Stunden an einer Schlägerei beteiligt gewesen zu sein, einen Kiosk beraubt und mehrere Menschen, darunter auch Polizisten, mit einem Messer bedroht zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Frau psychisch nicht zurechnungsfähig ist und juristisch als schuldunfähig eingestuft werden kann. Aufgrund ihres Zustandes sei aber zu erwarten, dass sie in Zukunft wieder kriminell werden würde. Daher fordert die Staatsanwaltschaft ihre Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung.
Urteil soll Ende Oktober fallen
Die Vorfälle ereigneten sich Ende Mai. Nach der Schlägerei soll die Frau ein Messer und zwei Getränkedosen aus einem Kölner Kiosk gestohlen haben. Kurz darauf soll sie in einem Friseursalon eine Person mit dem Messer bedroht haben. Bei ihrer Festnahme soll sie auch die Polizeibeamten mit dem Messer gedroht haben, was die Situation so eskalieren ließ, dass die Beamten die Frau durch einen Schuss in den Oberschenkel außer Gefecht setzten. Das Landgericht Köln wird in insgesamt fünf Verhandlungstagen prüfen, ob die Frau in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen wird. Ein Urteil wird für nächste Woche Mittwoch (30.10) erwartet.