
Schleiden: U-Haft nach Feuer in Flüchtlingsunterkunft
16 Verletzte und ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft – das ist die Bilanz nach einem großen Feuer in der Flüchtlingsunterkunft in Schleiden-Vogelsang am Samstag (23.11.). Der Verdächtige hat selbst in der Unterkunft gelebt.
Veröffentlicht: Sonntag, 24.11.2024 15:58
Großeinsatz für die Feuerwehr
Gegen Viertel vor Elf schlug die Brandmeldeanlage in der Unterkunft Alarm. 16 Bewohner wurden bei dem Brand verletzt - sie mussten teilweise im Krankenhaus, aber auch vor Ort behandelt werden.
Die Feuerwehr war anschließend mit einem Großaufgebot mit Kräften aus Schleiden, Kall und Hellenthal vor Ort, um das Feuer zu bekämpfen. Beim Eintreffen der Kräfte stand eine Wohnbaracke bereits im Vollbrand. Das Gebäude selbst war deshalb nicht mehr zu retten - es brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Menschen, die dort gewohnt haben, konnten anderweitig untergebracht werden.
35-Jähriger in Untersuchungshaft
Noch im Laufe des Einsatzes konnte die Polizei dann einen tatverdächtigen 35-Jährigen festnehmen. Er hat vorher selbst in der Unterkunft gelebt. Ein Haftrichter hat dann am Sonntag (24.11.) Haftbefehl gegen ihn erlassen, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Gegen ihn wird wegen versuchten Mordes in sieben Fällen, schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Zu einem möglichen Motiv hat er sich laut Polizei noch nicht geäußert.
Die Bonner Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet, die Euskirchener Polizei war mit mehreren Ermittlerteams vor Ort, um die vielen Zeugen zu befragen. In der "ZUE" wohnen aktuell rund 380 Personen.