
Die Stadt Euskirchen will unter dem Motto "sich vertragen ist besser als klagen" verhindern, dass alle Nachbarschaftsstreitigkeiten vor Gericht landen und macht auf ihr Angebot der Schiedspersonen aufmerksam. Vergangenes Jahr hat es etwa jede Woche einen neuen Fall gegeben.
Vom Baum hängen Äste aufs Nachbargrundstück, die Nachbarn sind laut, Beleidigung, Sachbeschädigung und auch Nötigung. Das seien die häufigsten Themen, die bei den Schiedspersonen in Euskirchen landen.
Von den 57 Fällen vergangenes Jahr, konnten die meisten ohne offizielles Schiedsverfahren direkt geklärt werden. Jeden fünften Streit haben aber auch die neutralen Vermittler nicht beilegen können. Ob und wie es dann bei Gericht weitergeht, erfahren die Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler dann nicht mehr, sagt ein Stadtsprecher. Ein Schiedsverfahren kostet um die 60 Euro.
Bei Fragen können sich die Menschen in Euskirchen direkt an die Stadt Euskirchen wenden. Ansprechpartnerin ist Frau Bröhl (02251/14276; sbroehl@euskirchen.de).